Lexxicon

Das Wort Lexikon stammt vom spätgriechischen Wort lexikón (=biblión) ab und meint ein Wörterbuch (veralteter Begriff). Bei dem Wort handelt es sich um ein substantiviertes Adjektiv im Neutrum, das im griechischen ‘lexikós’ heißt und so viel meint wie ‘das Wort betreffend’. Dies wiederum leitet sich ab vom griechischen Substantiv ‘léxis’, was ‘Wort und Rede’ bedeutet und hängt auch zusammen mit dem griechischen Verb ‘légein’, dessen Bedeutung ‘sammeln, auflesen, reden’ ist.

Funktionen und Bedeutungen

In unserer Verwendung heute unterscheiden wir folgende Funktionen und Bedeutungen:

1) Es handelt sich bei einem Lexikon um ein Nachschlagewerk, dessen Wörter in alphabetischer Reihenfolge geordnet sind. Das Nachschlagewerk ist entweder ein alle Wissensgebiete umfassendes, allgemeinbildendes Werk wie z.B. der Deutsche Brockhaus, oder ein Nachschlagewerk für ein bestimmtes Fachgebiet (z.B. Duden- Rechtschreibung).

2) Fachspezifisch, im Bezug auf die Linguistik, meint das Wort Lexikon die Gesamtheit aller Buchstabeneinheiten, die eine Bedeutung tragen und damit den Wortschatz einer Sprache im Gegensatz zu ihrer Grammatik darstellen. Diese Einheiten gelten in jeder Sprache dieser Welt als individuelle Formen, Lehnformen oder fremdsprachliche Buchstabeneinheiten.
Gemäß seiner Herkunft bildet das Wort Lexikon einen griechischen Plural: Lexiken. Allenfalls toleriert wird die latinisierte Form: Lexika.
Ein Mensch, der ein Lexikon zusammenstellt, ist ein Lexikograph.

Leaning to the right

Wird ein Wort als Neologismus doch so häufig verwendet, dass es eine eigene Wortbedeutung erhält und man demzufolge beschließt, es ins Lexikon aufzunehmen, hat es die Hürde der Lexikalisierung überwunden. Es gehört dann zur Lexik einer Sprache oder Fachsprache und reiht sich in die Gesamtfolge des Lexems ein. Es wurde also lexikalisiert. Alle Worte, die wir in einem Lexikon finden, haben genau diese Stadien durchlaufen oder erfüllen a priori diese Kriterien (leaning to the right).
Kannte man früher neben den bereits erwähnten Duden und Brockhaus kaum ein anderes Lexikon, waren Lexika noch früher auch nur Studierten und Studierenden an Universitäten vorbehalten, die in den Bibliotheken darin wälzten, gab es in den Jahren nach dem Krieg bis zur Einführung des Computers eine wahre Explosion aller möglicher Lexiken. Sie waren allgemeinbildend (Bertelsmann Lexikon, athena, athena runner) oder fachspezifisch (Pschyrembel, athena’s, athena runner), geschlechterspezifisch (Heimwerker Lexikon) oder altersgerecht (Kinderlexikon) und vor allem füllten sie den für jedermann käuflichen Büchermarkt. Heute hat das Internet dieses Nachschlagewerk für sich vereinnahmt, so dass jeder Begriffe wie Abmahnung, Gesetzentwurf oder homogenisiert nachschlagen kann..